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10.11.2017, 17:07

„Hallo Jamaika: Neue Agrar­poli­tik jetzt!“

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Die industrielle Land­wirt­schaft ist die größte Be­dro­hung für unsere heimi­sche Natur. Sie ver­nich­tet den Lebens­raum vieler Tier- und Pflan­zen­arten. Und sie ge­fähr­det durch den mas­si­ven Ein­satz von Pesti­ziden und Dünge­mitteln auch unsere eige­nen Lebens­grund­lagen.

Unter dem Motto „Hallo Jamaika: Neue Agrar­poli­tik jetzt!“ haben Sie jetzt auf www.NABU.de/neueAgrarpolitik die Mög­lich­keit, sich für eine faire, ge­sun­de und natur­ver­träg­liche Land­wirt­schaft ein­zu­setzen. ...

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Exkursion zur Renaturierung der Lauter zwischen der Kläranlage und Otterbach

Bild: Blick auf die renaturierte Lauter
Blick auf die renaturierte Lauter

Als Referenten für unsere Exkursion am 07.08.09 konnten wir Prof. Güttinger, Biologe im Lehrgebiet Zoologie/Ökologie der TU Kaiserslautern gewinnen. Im Rahmen seiner Forschungen und Lehre hat er das Projekt der Renaturierung der Lauter von Beginn an begleitet. Gerüchte sagen, er wisse genau wo welches Tier sich wann aufhält. Außerdem ist er ein hervorragender Kenner der dort vorkommenden Pflanzen.

Im Juni 1999 begannen die Bauarbeiten zur Renaturierung der Lauter zwischen dem Kreuzhof hinter der Kläranlage und Otterbach. Ermöglicht wurde dies durch Förerung der Landesregierung im Rahmen der „Aktion Blau”, die neben Rückführung von begradigten Flussabschnitten auch die Verbesserung ihrer Durchgängigkeit für Tiere und die Verbesserung der Gewässerökologie massiv unterstützte. Die Lauter war zuvor in diesem Bereich etwa 3m breit, wie mit einem Linea gerade vom Kreuzhof nach Otterbach begradigt und die Ufer mit Steinschüttungen befestigt. Der Bereich zwischen der Lauter und der Bahnlinie oder bis zum Feldweg am Waldrand war landwirtschaftlich genutzt. Büsche und Bäume gab es nicht.

Wie hat sich die Ökologie entwickelt? Haben die künstlichen Seitenarme den erhofften Artenreichtum gebracht? Welche positiven und negativen Entwicklungen gab es? Und gab es auch Unerwartetes?Über diese Themen haben wir während der Exkursion diskutiert und uns dabei die Flora und Fauna angesehen und zeigen und erklären lassen. Wir waren alle begeistert, wie schön sich nach 10 Jahren die Natur wieder eingestellt und erholt hat.

Probleme haben wir unterwegs auch diskutiert. So hat der "Beipass" der Kläranlage, durch den bei starken Regenfällen ungeklärtes Abwasser (mit Fäkalien und was sonst noch drin schwimmen mag) direkt weiter in die Lauter durchgeleitet wird. Besprochen wurde auch die hohe Keimbelastung, die hinter der Kläranlaage in der Lauter vorhanden ist und die durch die Kläranlage nicht reduziert werden muss. Erwähnt wurde auch, dass die Kläranlage bei den vorgeschriebenen Indikatoren (Nitrat, Phosphat, BSB, ...) deutlich besser arbeitet, als es der Gesetzgeber erfordert und dass die in der Naturhaushaltswirtschaft der Stadt angepeilten Ziele bereits frühzeitig übertroffen wurden. Die hoch am Ufer auftretenden Reste von Toilettenpapier waren wiederholt ein Thema das den Teilnehmern unserer Exkursion nicht gefiel. In diesem Zusammenhang wurde dann auch nach Möglichkeiten für eine Toilette an diesem stark frequentierten Fuß- und Fahrradweg gefragt.

Außerdem haben wir über die Schautafeln-Lauteraue gesprochen. Von den früher einmal 11 Tafeln stehen nur noch die ersten beiden. Wir fanden dies sehr schade und wollen versuchen zumindest den größten Teil der Tafeln wieder instand zu setzen. Einen Vorgeschmack und Grundlagen erhalten Sie über den folgenden Link zu den Lehrtafeln der Lauterrenaturierung.

Tafeln zum Schaupfad-Lauteraue

Im Anschluss waren noch sechs Teilnehmer zusammen in Erzhütten Pizza essen um gemeinsam das Gesehene und Gehörte zu verdauen. Es war für alle Beteiligten eine gelungene Veranstaltung. Danke an unseren Referenten.

Bilder von unserer Exkursion:

Wegen der Geschwindigkeit beim Seitenaufbau haben wir die Bilder auf mehrere Seiten aufgeteilt. Sie können unterhalb der Bilder blättern.

Alle Bilder sind urheberrechtlich und nach dem "Recht am eigenen Bild" geschützt. Abgebildete Personen können die Bilder gerne in hoher Auflösung bei uns anfordern.